Capri

Diese im Golf von Neapel gelegene Felseninsel ist eines der touristischen Ziele, dem ich mich mit etwas ambivalenter Erwartungshaltung genähert habe. Zum einen sind Touristenströme keine angenehme Erscheinung, zum anderen bin ich schließlich selbst Tourist.

Man nähert sich i.d.R. mit der Fähre von Norden her, entweder aus Neapel oder von der Amalfiküste. Im blauen Meer taucht Capri bereits früh am Horizont auf, denn der 589 m hohe, felsige Monte Solaro ist eine markante Erscheinung. Capri ist eine überaus grüne Insel, mit lebhafter Vegetation, die von den wenigen weißen Sprenkeln der Besiedlung in Marina Grande (der Hafen), dem eigentlichen Ort Capri (hoch oben an den Hängen gelegen, auf dem Bergsattel zwischen den westlichen und östlichen Bergmassiven) und das noch höher gelegene Anacapri, das man über eine waghalsig in den Fels geschlagene Straßenverbindung erreicht. Wenn man die wenigen überlaufenen Touristenpfade verlässt, oft reicht ein Abbiegen in die Seitengassen, taucht man schnell in die Ruhe ein, kann die Schönheit der Insel auf sich wirken lassen. Besonders lohnt sich die Fahrt mit dem betagten Einer-Sessellift hoch auf den Monte Solaro, von dem sich ein weiter Rundum-Blick bietet auf das Meer und das teilweise nur 5 km entfernte Festland. Über die hier steil abfallenden Felsen der Südküste schaut man nahezu senkrecht hinunter auf das fast 600 m tiefer liegende Meer.

Bei diesem Besuch war es lediglich ein Tagesausflug; der nächste Besuch wird sicherlich mindestens eine Nacht enthalten, um in das nächtliche Treiben auf der pittoresken Piazza Umberto in Capri einzutauchen, wenn die letzte Tagestouristenfähre abgelegt hat.

www.capritourism.com